Montag, 26. Oktober 2009

Oettinger nach Brüssel

Früher had mer gsagd: “Auch Dein Opa nach Europa!” Un jedzd entsorgd mer hald wieder mal on Politiger, den mer nemme hawwe will, indemer ihn nach Brüssel abschiebd. Elegand isch des, was die Angela Merkel do mit dem Günther Oettinger vorhad. Reschpegd!!

Neddamol under CDU-Ohänger had des Güntherle noch d’ Merheid, do had die Angela was mache missa, um die Wahlchance für d’nächschde Landdagswahl zu wahre.

Awwer wenn e’ ehrlich bin, muß e sage, daß e ned glaub, daß an andere den CDU-Karre wieder aussem Dreck ziehe ka. Oder sage mer mal: I hoff, daß es em andere au ned glingd. S’langd mer nämlich mid derre CDU-Herrschafd im Ländle. 56 Joh sind z’ viel, find e. Awwer wie immer in solche Fäll isch des Problem d’Opposition. Die isch ja ned grad addragdiv und au ned viel besser als d’CDU-Regierung.

Donnerstag, 17. September 2009

D'Große abwähle

Wemmer de Umfrage glaube derf, dann isch’d CDU mit dem Oettinger bei 34 Prozend okomme. Daß’d SPD bloß noch 22 Prozend von de Badner und Wirtteberger wähle däde, na ja, des isch koi Iwwerraschung. Aber wenn’d CDU endlich mal ois uff de Dez kriage däd, des wär feisch schon richtich. I kann scho lang nemmer verstehe, warum’d Leit de Oettinger immer no wähle wolled. Mit so’ner Chaoswirdschaft kammer ja wirglich koi Renommée schaffe.
Stuargert 21 wer immer deirer und trotzdem mached’se in de Landesregierung wieder Propaganda für so a Projegt, des mer ned brauchd und was die Umweld no me schädige däd.

Noi, Stuargert 21 isch bloß’d Spitze vom Eisberg. Vielleichd dud a schlechts CDU-Ergebnis die Pardeileit uffwegge un sie komme endlich dahinder, daß mer’Leid zwar fuffzg Johr bscheiße ko, aber hald doch ned ewich.

Sonntag, 12. Juli 2009

Willy Reichert: Auf de schwäb'sche Eisebahne



Auf de' schwäb'sche Eisebahne
Gibt es viele Haltstatione:
Schtuagart, Ulm, un Biberach,
Meckabeure, Durlesbach
Trulla, trulla, trulla-la

Auf de schwäb'sche Eisebahne
Dürfe d' Küh un d' Ochse fahre
Biable, Mädle, Weib un Ma,
Kurzum, alles was zahle ka

Männer, die im Gsicht ganz bärtich,
Schreiat laut: "Jetzt isches fertich!"
Springet in de Wage nei,
Machet Löchle ins Kärtle nei

Auf de schwäb'sche Eisebahne
Wollt amol a Beierle fahre,
Geht an d' Schalter lupft de Hut:
"A Billettle, send'S so gut!"

Ainen Bock hat er sich kaufet
Un daß er ihm ned verlaufet,
Bindet ehn der gute Ma,
An de hindre Wage na.

"Böckle, musch jetz wacker springe.
S'Fuader werd i dir scho bringe."
Zendt sei stinkichs Pfeiffle a,
Setzt sich zu seim Weible na.

Wie der Zug jetzt dud okemma,
Und d'r Bauer de Bock will nemma,
Findet er bloß Kopf und Seil
An dem hindre Wagedeil.

Do packt de Baure d' Baurezore,
Nemmd de Geißbock bei de Ohre,
Schmeißt ehn, was er schmeiße ka,
Dem Konduktör an 'nd Ohre na.

Des ischd Gschicht von sellem Baure,
Der sain Gaisbock hat verlore
Gaisbock und sei schrecklich End,
Himmel, Schtuagart, Sapprament
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Mehr zum Thema Kulturdenkmal Bahnhof Durlesbach hier

Die schwäb'sche Eisebahne bezeichnet die erste durchgehende Eisenbahnstrecke von Stuttgart nach Friedrichshafen. Sie wurde vor allem durch das Volkslied Auf de schwäb'sche Eisebahne deutschlandweit bekannt.

Das Lied wurde unter anderem von Willy Reichert (* 30. August 1896 in Stuttgart; † 8. Dezember 1973) gesungen, der es - wie in diesem Fall - als Moritat vortrug.

Die schwäbische Eisenbahn nutzt die (damals neue) Württembergische Hauptbahn Heilbronn - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen, die 1850 fertiggestellt war. Ab Stuttgart führt sie über Plochingen und Göppingen entlang der Filstalbahn und folgt dann ab Ulm der Südbahn über Biberach an der Riß bis zum Bodensee zum Sommerschloß des Königs in Friedrichshafen.

Baubeginn war 1844. Bereits ab dem 29. Juni 1850 war diese Strecke der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen durchgehend befahrbar. Die Bewältigung des Albtraufs bei Geislingen an der Steige durch die Geislinger Steige galt zu der damaligen Zeit als technische Meisterleistung. Ziele waren die Anbindung des 1803/1806 neu zum Königreich hinzugekommenen Gebiets von Oberschwaben an Alt-Württemberg sowie die Förderung der Industrialisierung. Anders als in den meisten anderen deutschen Ländern wurde hier die Eisenbahn nicht von privaten Gesellschaften, meist Aktiengesellschaften, sondern vom Staat finanziert.

Donnerstag, 19. Februar 2009

D'EU will an d' Brezel gehe

Mer sollt's ja eigendlich ned fer möglich halde, was d'EU so alles reguliere duad. Daß a Gurge grad sei muss, de Grümmungswingel von er Banane ned zu groß sei derf, daß d'Äpfel fleggelos und möglischd Jona Gold sei misse un bloß koi aiheimische Art sei derf, des nimmd mer hald hin. Ändern kann mer's eh ned, ned amol durch Wahle wie im Juni, denn d'Bürokrade bleibe so oder so.

Aber jetzt welle d' Bürograde au no an unser Brezel. Ugsund sei se, moine die, die sich ihr Hindern flachhocke in Brüssel, des schreibt jedenfalls die Südwestpresse. Un sogar in Frankreich had der Spleen Uffmergsamkeid erregt: Bretzel vs EU schreibe se in Franzesisch über des Gschiß. Zu g'salze wäre d'Brezel, 15 Gramm Salz pro Kilo sei halt's viel. Wer's ned mag, soll's hald ned esse. Zwunge wird ja koiner, oder? D'EU will bloß no maximal 1,2 Prozend Salzgehald für d'verwendede Menge Mehl erlaube, was in oim Kilo Brod höchschdens 8 Gramm Salz wäre.

Aber d' Bürograte wäre koine Bürograde, wenn se ned au a Lösung hädde: Stadd gutem (Meer)Salz soll's künfdig Gschmaggsverstärger un andre Zusatzstoffe gäbbe. Als wenn der Dregg gsünder wär. Do waiß ja koiner, was drin isch, beim Salz waiß mers wenigstens.

Mol widder mehr Chemie ins Esse. Had die chemische Industrie doch a starge Lobby in Brüssel. Da zahle sich d' Subventione abber gräftig aus, gell.

Freitag, 9. Januar 2009